ESWC 2007 Germany: Der Zuschauer-Flop

Am vergangenen Wochenende fand im Kölner Mediapark der ESWC Qualifier für die Deutschen statt. Ungefähr 200 Spieler aus allen Teilen des Landes fanden sich in der nationalen eSport-Hauptstadt ein, um die Repräsentanten für das Main Event in Paris auszuspielen.

Die Teilnehmer versprachen eSport auf höchstem Niveau. In Counter-Strike war, ausgenommen von 360eSport und TBH, welche am Freitag ein iFNG bestreiten mussten, die Top 10 der ESL Pro Series vertreten. Auch in Warcraft 3 sah das Teilnehmerfeld nicht weniger gut aus. Bis auf den Tabellenersten mTw|Protois und den siebtplatzierten SK|Fisch war hier die Top 8 der ESL Pro Series vertreten. Außerdem nahmen mTw|Tak3r und mTw|ThePig, zwei Warcraft-Pioniere, an dem Turnier teil.

Wer nun jedoch glaubt, der Zuschaueransturm wäre auf Grund dieser Fakten kaum zu bremsen gewesen, liegt nicht nur ein bisschen, sondern viel mehr absolut falsch. Kein Wunder: Denn die ESWC bot dem Publikum überhaupt nichts – Mal abgesehen von dem bescheidenen Gamesports-Cast, den man ohne Problemen auch vor heimischen Rechner gucken konnte, und den paar herumstehenden BMW-Cars und den zwei Nintendo Wiis. Hier fehlte eindeutig das Entertainment, welches man beispielsweise vom Intel Friday Night Game gewohnt ist. Zwar bleibt dort ab und an die Kompetenz auf der Strecke, dafür aber wird dem Zuschauer jedoch etwas geboten. Gerade bei Zeitverzögerungen, welche an diesem Wochenende immens waren, wäre ein Nebenprogramm von Nöten gewesen.

Zu diesem Entertainmentmangel kam dann noch die verkorkste Prioritätensetzung der ESWC hinzu. Speziell am Sonntag kam dies zum Vorschein. Zwar lässt sich darüber streiten ob nun PES, Trackmania Nations oder Counter-Strike bei den Zuschauern wichtiger sei, aber dennoch ist allgemein bekannt, dass die Mehrzahl der Zuschauer, auf Events kommen, um Counter-Strike zu sehen. Umso dubioser erscheint einem, dass beispielsweise ein PES-Spiel dem Loser-Bracket-Finale des Counter-Strike Turniers vorgezogen wurde und dementsprechend auf der Leinwand gezeigt wurde.

Insgesamt kann man sagen, dass das Event an sich den Turnieren in keinsterweise gerecht wurde und dass all diejenigen , die sich dazu entschlossen hatten die Turniere via HLTV, Gamesports-Stream oder Waaagh!TV zu verfolgen, die richtige Entscheidung getroffen hatten. Denn im Endeffekt gab es im Kölner Mediapark für die Besucher, die weder redaktionell noch spielerisch beteiligt waren, kaum etwas zu sehen.

// Dieser Artikel wurde von Christian Kresse verfasst

3 Antworten zu „ESWC 2007 Germany: Der Zuschauer-Flop“


  1. 1 torschtl Mai 30, 2007 um 11:14

    guter Artikel. Man sah es eigentlich schon auf den Fotos auf readmore, dass da tote Hose war… ich war aufm iFNG in Munich… und das war mal wieder Burner

  2. 3 Christian Kresse August 1, 2007 um 8:52

    Zur zeit hab ich einfach nicht die zeit dazu – Aber es kommt sicher nochmal einer :-)


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